14.05.09
Delegiertenversammlung
HST-Josef Staudinger

 

Der Sportverein Leingarten (SVL) sucht verstärkt den Dialog mit dem SV Schluchtern. Als erklärtes Ziel weiterer Debatten soll mittelfristig die Fusion mit dem Nachbarverein stehen. 70 der 74 anwesenden Delegierten gaben bei der Hauptversammlung des SV Leingarten dem Vorstand grünes Licht für weitere Gespräche in Richtung Zusammenschluss. Drei votierten dagegen, ein Abstimmberechtigter enthielt sich der Stimme.
Mit einer Ballkür und einem Jazztanz sorgte die SVL-Gymnastikgruppe „Die biestigen Biester“ für einen flotten Beginn der knapp zweistündigen Veranstaltung.

 

Der Vorsitzende Marco Nagel legte die Fakten pro und kontra einer Fusion, die bis 2012 realisiert werden soll, klar auf den Tisch. Probleme sieht er in der heutigen Zeit vor allem in der nachlassenden Bereitschaft ein Ehrenamt zu übernehmen. Die öffentlichen Mittel würden immer knapper und die Zahl der Übungsleiter gehe ständig zurück. „Gemeinsam sind wir stärker“, lautet daher Nagels Devise. Der Weg bis zur Fusion werde steinig sein. Dessen ist er sich bewusst. Eines steht für den SVL-Chef aber heute schon fest: „Der neue Verein muss den Namen Leingarten tragen.“ Was davor steht sei egal. Für die Bereitstellung der Infrastruktur erwartet er Unterstützung seitens der Kommune. Eine Fusion nur der Fußballabteilungen beider Vereine, die vom SV Schluchtern favorisiert wird, mache keinen Sinn, war der einhellige Tenor der Delegierten.

 

„Unser Sportheim ist ein Aushängeschild in der Gemeinde geworden“, resümierte Marco Nagel in seinem Tätigkeitsbericht. Nach den gelungenen Umbaumaßnahmen würden sich nun auch die Außenanlagen dank den tatkräftig zupackenden freiwilligen Helfen als optischer Blickfang präsentieren. Als „krönender Abschluss“, so Nagel, hätten die Ehrenmitglieder unter der Regie von Ulrich Heinle Rebstöcke gepflanzt, von denen später der „Paradiestropfen“ geerntet werden soll. Am Pfingstsamstag, 30. Mai, ist im Sportheim ein Tag der offenen Tür geplant. „Als eine kluge und sinnvolle Entscheidung“ bezeichnete der Vorsitzende den Umzug der Geschäftsstelle vom Rathaus in die neuen Räumlichkeiten beim Heuchelbergstadion.
Entgegen dem Trend anderer Vereine bewegt sich die Mitgliederkurve beim SV Leingarten kontiunierlich nach oben: Von 2700 auf 2748. Über 900 sind Kinder und Jugendliche. 
Die Reihenfolge der größten Abteilungen führt die Turnabteilung (1100 Mitglieder) vor den Sparten Fußball (550) und Tennis (320) an.

 

Zu den Höhepunkten des zurückliegenden Vereinsjahres zählte der Vereinschef den Walkingtag mit den ehemaligen Skistars Rosi Mittermaier und Christian Neureuter, die Vereins- und Jugendwinterfeiern, die erste Ballnacht mit der Eröffnung des neuen Biergartens und den Süwag Städtelauf. Aus dem Terminkalender ist auch der Senioren-Nachmittag nicht mehr wegzudenken. Für 2009 seien bewusst keine größeren Veranstaltungen geplant, informierte Nagel. Im Moment würden die Sportplatzsanierungen anstehen. Nach der Hartplatzerneuerung Ende Mai soll der Rasenplatz gerichtet werden.

 

Die Bilanz von Hauptkassier Günter Nagel konnte sich sehen lassen. Der Verein hatte einen Überschuss von 39 000 Euro erwirtschaftet. Der Haushaltsplan 2009 sieht Ausgaben in Höhe von 206 400 Euro und Einnahmen von 223 000 Euro vor. 

 

Ehrungen und Neuwahlen bei der Delegiertenversammlung

 

28 Mitglieder wurden bei der sechsten Delegiertenversammlung des Sportvereins Leingarten für 25-jährige Vereinstreue ausgezeichnet. Die Urkunde überreichte der Vorsitzende Marco Nagel und sein Stellvertreter Horst Weinmann an Ulrike Arnold, Brigitte Arnold, Carola Arnold, Irmgard Rau, Brigitte Friedrich, Anita Eckler, Traude Graf, Annette Endner, Petra Grupp, Betina Soehnle-Heubach, Ewald Zornik, Harry Kärcher, Christian Kohler, Ulfried Kohler, Manuel Friedrich, Christian Rastovski, Wilfried Scholl, Markus Förster, Steffen Gottwik, Reiner Graf, Ruben Heubach, Erik Stöffler, Eduard Wilhelm, Michael Maier, Rolf Keller, Toni Wiedenmeyer, Peter Rau und Martin Weber. Als „Dankeschön“ erhielten die Frauen eine Rose und die Männer eine Flasche Wein.

 

 

Bei den Wahlen gab es zwei Neubesetzungen: Sabine Gräsle wird Schriftführerin und das Ehrenmitglied Ulrich Heinle, der von 1995 bis 2001 bereits erster Vorsitzender war, übernimmt die neu geschaffene Position des dritten Vorsitzenden. Einer entsprechenden Satzungsänderung stimmten die Delegierten zu. Vorsitzender Marco Nagel wurde für weitere zwei Jahre das Vertrauen ausgesprochen. In ihren Ämtern bestätigt wurden auch die Seniorenbeauftragte Cornelia Heinle, die beiden Beisitzer Sarah Frank und Gernot Hagen sowie Jugendleiter Sebastian Muth und die Jugendsprecherin Jennifer Potsch.
Kassenprüfer sind Heinz Arnold und Michael Reuther. sta